*************** NEUER ARTIKEL VOM 17.09.2017 **************************************************************

 

Artur Auernhammer (CSU) und das Prinzip Besenstiel

 

VERÖFFENTLICHT UNTER „REGIONALES“ (obere Leiste)

 

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*************** NEUER ARTIKEL VOM 05.09.2017 **************************************************************

 

Erneuerung der Geh- und Radwegbrücke bei Neustädtlein

Glaubwürdigkeit BN - Glaubwürdigkeit Bündnis 90/Die Grünen

Dr. Herbert Sirois und die verflixte (fehlende) Übersicht

 

VERÖFFENTLICHT UNTER „REGIONALES“ (obere Leiste)

 

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*************** NEUER ARTIKEL VOM 27.08.2017 **************************************************************

 

„Geben wir ANregiomed eine Chance“

Sogenannte „Fördervereine“: Sargnägel der Kliniken?

Wer solche „Freunde“ / „Förderer“ hat, braucht der noch „Feinde“?

 

VERÖFFENTLICHT UNTER „ANREGIOMED“ (obere Leiste)

 

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Alle auf dieser Homepage veröffentlichten Artikel geben meine persönliche Meinung wieder. Niemand wird gezwungen, auf meiner Homepage zu lesen. Jeder Leser ist aufgefordert, sich seine eigene Meinung zu bilden. Dies ist gar ausdrücklich erwünscht.

 

Zweite Chance Dinkelsbühl

 

Diese Homepage beschäftigt sich mit dem lokalen Tageszeitungsmonopolisten „FLZ“. Doch auch redaktionelle Beiträge der „WochenZeitung“ können jederzeit kommentiert und hinterfragt werden.

Insbesondere sollen hier zurückgewiesene Lesermeinungen der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Dabei soll auch immer hinterfragt werden, warum Lesermeinungen zu bestimmten Themen von der lokalen Presse zurückgewiesen werden. Man kann diesen Blog also durchaus als einen Versuch der Gegenöffentlichkeit im Sinne eines objektiven Journalismus betrachten.

Es ist nicht ausgeschlossen, dass hier künftig auch eigen recherchierte Artikel zur Verfügung gestellt werden. Artikel, die für die Region von Bedeutung sein könnten. Die Zeit wird es zeigen. Vieles kann – nichts muss......! 

 

Warum dieser Blog?

 

Ganz allgemein zusammengefasst:

 

Als kritischer Bürger mit eigener Meinung bin ich mehr denn je der Überzeugung, dass Demokratie kein selbstverständliches „Geschenk“ ist. Nein! Demokratie will täglich erkämpft bzw. verteidigt werden. Die öffentliche Meinung wird von den Medien beeinflusst und kontrolliert. Journalisten tragen somit ein hohes Maß an Verantwortung. Guter, couragierter Journalismus trägt wesentlich zum Erhalt der Demokratie bei! Öffentliche Medien bezeichnet man gerne auch als die „vierte Gewalt“ (neben Exekutive, Legislative und Justiz). Als „fünfte Gewalt“ kann Lobbyismus bezeichnet werden! Solange sich die Presse ihrer hohen Verantwortung bewusst ist und ihren Auftrag der korrekten, unabhängigen Berichterstattung erfüllt ist alles in Ordnung. Doch was wird dann, wenn einzelne Medien einseitig, interessengeleitet oder gar fehlerhaft berichten?

 

Interessant in diesem Zusammenhang erscheinen mir Aussagen von Herrn Dr. Thomas Leif (Journalist, Autor und Politologe):

„Guter Journalismus ist einer aufgeklärten Demokratie verpflichtet und bemüht sich um das 'ganze Bild' und die vollständige Klärung der Sachverhalte. PR ist den Interessen der Auftraggeber verpflichtet und muss positive Botschaften verbreiten. Durch die interessengeleitete Akzentuierung oder Auslassung von wichtigen Informationen vermittelt PR nur Teil-Wahrheiten und Ausschnitte der Realität" oder „PR und Journalismus verhalten sich ungefähr so wie der Teufel und das Weihwasser“ oder „Wird der Einfluss der PR nicht eingegrenzt, verliert der seriöse Journalismus seine Substanz und seine Glaubwürdigkeit.“

 

Dieser Blog ist nur deshalb entstanden, weil der Öffentlichkeit Leserbriefe verwehrt wurden. Dieser Blog ist auch deshalb entstanden, weil einem redaktionellen Artikel der FLZ nur unzureichende (vermutlich überhaupt keine) Recherche zugrunde liegt. Daraufhin bat ich um eine Überprüfung / Korrektur im Interesse der Leser und Abonnenten. Auch das wurde von der FLZ-Redaktion schriftlich abgelehnt. Als letzte Möglichkeit versuchte ich eine kostenpflichtige Anzeige in der FLZ zu platzieren. Die verweigerten Lesermeinungen sollten also in Form einer Anzeige in der FLZ erscheinen. Meine Preisanfrage wurde durch die FLZ-Redaktion Dinkelsbühl ignoriert. Meine Erinnerung zu dieser Preisanfrage wurde ebenfalls durch die FLZ-Redaktion Dinkelsbühl ignoriert.

 

Die Bundesrepublik Deutschland garantiert seinen Bürgern die Meinungsfreiheit durch das Grundgesetz. So kann man nachlesen: „Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten“.

Auf den nachfolgenden Seiten gebe ich meine persönliche Meinung bekannt. Niemand wird „gezwungen“, diese Eintragungen zu lesen. Mancher Leser wird diesen Blog als nützlich ansehen. Bestimmte Leser betrachtet ihn möglicherweise als schädlich. Mancher Leser wird diesen Blog als wertvoll ansehen. Mancher betrachtet ihn als wertlos. Das ist vollkommen in Ordnung. Unterschiedliche Menschen haben unterschiedliche Meinungen. Meine Veröffentlichungen sollen einzig zum Nachdenken anregen. Dabei soll sich jeder einzelne Leser seine ganz persönliche Meinung bilden. Jeder Leser hat „das Zeug“ zum eigenen Nachdenken!

 

30.06.2013

 

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FLZ – VR Bank Dinkelsbühl

 

Die nachfolgenden Seiten beschäftigen sich umfangreich mit der (nur wohlwollenden) Berichterstattung der FLZ über die VR Bank Dinkelsbühl. Journalismus, der hinterfragt werden sollte:

  

 

FLZ-Bericht vom 15.05.13 zur Vertreterversammlung der VR Bank Dinkelsbühl

 

Dieser umfangreiche redaktionelle Artikel incl. zweier Fotos der FLZ informiert die Leser unter anderem wie folgt:

 

die VR Bank Dinkelsbühl wurde laut Vorstand Fabian Neitzel im Ranking der Bankenaufsicht mit Spitzenbewertungen versehen.“ Der redaktionelle Artikel informiert weiter über Aussagen des Vorstandes Dr. Christoph Glenk: „Während die Großbanken mit Milliardenbeträgen unterstützt würden und ungehindert einen ruinösen Wettkampf um Marktanteile führten, hätten die Regionalbanken auf dem Lande die Folgen zu tragen. Man fühle sich überreguliert und habe den Eindruck, dass in der Regierung der politische Überblick verloren gehe“. Weiter wird Herr Dr. Christoph Glenk zitiert: „Im Gegensatz zu Großbanken, von denen einige in Deutschland keine Steuern mehr zahlten, habe die VR Bank Dinkelsbühl rund 4 Millionen Euro Steuern an Kommune und Landkreis abgeführt“. Natürlich musste auch unbedingt erwähnt werden „man habe sich mit Spenden für Vereine, Veranstaltungen, Kommunen und Stiftungen sozial engagiert“. Doch bei allem Erfreulichen liegen offenbar auch Schatten auf der Genossenschaftsbank. So wurde Herr Dr. Christoph Glenk zitiert: „das historisch niedrige Zinsniveau auf der Einlagenseite lasse weder beim Kunden Freude aufkommen noch ermögliche es für die Bank eine rentable Zinsspanne“.

Vorstand Fabian Neitzel ging noch auf die Bilanzzahlen des Instituts ein: „als Bilanzgewinn konnten 2,023 Millionen Euro ausgewiesen werden“.

 

Soweit also Auszüge aus o. g.  Artikel der Fränkischen Landeszeitung.

 

Wie ging es weiter?

 

Mich erinnerte dieser  Artikel massiv an eine Werbekampagne. Deshalb hielt ich den Artikel zunächst auch für eine kostenpflichtige Anzeige. Doch ich musste feststellen, dass es sich um einen redaktionellen Artikel der FLZ handelte. Also begann ich, den Artikel nochmals gründlich zu lesen. Und es kamen umgehend Fragen auf! Herr Dr. Christoph Glenk versucht natürlich „sein“ Unternehmen (als Genossenschaftsbank ist es ja vielmehr die Bank der Genossenschaftsmitglieder – die Herren Christoph Glenk / Fabian Neitzel stehen lediglich in oberster Verantwortung und sollten nach den Prinzipien des ehrbaren Kaufmanns den genossenschaftlichen Auftrag, die Förderung der Mitglieder, erfüllen) in den aller schönsten Farben zu präsentieren. Das ist natürlich völlig legitim, daran gibt es auch absolut nichts zu kritisieren! Herr Dr. Christoph Glenk versucht sich in der Vertreterversammlung - einer weitgehend geschlossenen Gesellschaft - von anderen „bösen Großbanken“ deutlich im positiven Sinne abzugrenzen, versucht also „zu punkten“. So kritisiert er, dass einige dieser "Großbanken“ in Deutschland keine Steuern mehr zahlten, während „seine“ Bank eine Steuerlast in Höhe von 4 Millionen Euro hatte. Als Kaufmann, der durchaus die Grundrechenarten beherrscht, stelle ich mir nun konsequenterweise die Frage: wie geht das? Eine Steuerlast in Höhe von 4 Millionen Euro bei einem Bilanzgewinn in Höhe von 2,023 Millionen Euro?

 

Und so schrieb ich an die FLZ-Redaktion Dinkelsbühl:

 

Vertreterversammlung VR Bank Dinkelsbühl – Artikel vom 15. Mai 13

 

Sehr geehrter Herr Prüfer,

gem. ihres Artikels zahlte die o. g. Bank bei einem Bilanzgewinn in Höhe von 2,023 Mio Euro, 4 Mio Euro Steuern an Kommune und Landkreis. Bei einem Bilanzgewinn in Höhe von 2,023 Mio nach Steuern wurde die Bank folglich mit einem Steuersatz in Höhe von über 66 % besteuert! Halten Sie das für ansatzweise realistisch?

Bei einem Bilanzgewinn in Höhe von 2,023 Mio Euro vor Steuern machen  4 Mio Steuerlast noch weniger Sinn!

Selbst auf der Homepage o. g. Bank wird der nicht nachprüfbare Steuerbetrag deutlich unter 4 Mio ausgewiesen.

Ich möchte Sie bitten, die Zahlen nochmals zu überprüfen. Ihre Leserschaft sollte in einer Korrektur über die richtigen Zahlen informiert werden, handelt es sich bei der FLZ doch um eine seriöse Tageszeitung............

 

Und erhielt auch ein schriftliches Feedback von Herrn Jürgen Binder:

 

Sehr geehrter Herr Richter,

Herr Prüfer, der Autor des Artikels über die VR-Bank-Versammlung, ist freier Mitarbeiter. Aus diesem Grund

antworte als Leiter der Lokalredaktion ich auf Ihr Schreiben. Bezüglich des von Ihnen als widersprüchlich und unrealistisch bezeichneten Steuerbetrags kann ich Ihnen mitteilen, dass von Seiten der Bank kein Hinweis auf eine fehlerhafte Darstellung in dem Artikel eingegangen ist.......

 

Nun ist die Aussage „von Seiten der Bank sei kein Hinweis auf eine fehlerhafte Darstellung in dem Artikel eingegangen“ hochinteressant, ja geradezu abenteuerlich!

Warum sollte eine Bank, die selbst mit ihrer Steuerlast zu punkten versucht (die „bösen Großbanken“ zahlen ja zum Teil keine Steuern in Deutschland), auch Angaben der örtlichen Zeitungsredaktion korrigieren, wo sie doch davon nur profitiert? Mit „Argumenten“ wie diesen gibt er Einblick in seine Gedankenwelt! Auch muss hier ganz klar festgehalten werden: mit dieser „Argumentation“ positioniert sich Herr Binder. Er bringt damit zum Ausdruck: die Bank reklamiert nicht, also ist das auch nicht falsch! Man kann oder muss davon ableiten: würde die Bank reklamieren, würde die Redaktion in einem Nachtrag zum Ursprungsartikel korrigieren! Er bringt damit ebenfalls zum Ausdruck: wenn einer unserer Leser fehlerhafte bzw. fragwürdige Zahlen reklamiert, dann ist uns das egal – wir kümmern uns nicht darum! Herr Binder positioniert sich aus meiner Sicht in aller Deutlichkeit zur VR Bank Dinkelsbühl. Warum tut er das? 

 

Von dem eigentümlichen Verständnis von Journalismus irritiert, wagte ich mich an einen Leserbrief:

 

Leserbrief zur Vertreterversammlung der VR Bank Dinkelsbühl – Artikel vom 15.05.13

 

Herr Glenk bedauert, dass das historisch niedrige Zinsniveau (Leitzins 0.5 %) für seine Bank keine rentable Zinsspanne ermöglicht. Auf seiner Homepage bewirbt er aktuell Festgeldanlagen in Höhe von 0.1 % als "attraktiven Ertrag“. Für Kontoüberziehungen verrechnet Herr Glenk einen Zinssatz in Höhe von 12.5 % bzw. 16.5 %. Herr Glenk, Herr Neitzel: bitte erklären Sie ihren aktuell noch 37.000 Kunden detailliert, was Sie unter „rentable Zinsspanne“ verstehen. Vielen Dank für Ihre Bemühungen.

Herbert Richter – Dinkelsbühl

 

Herr Binder antwortete mir darauf per E-Mail:

 

Was Ihren Leserbrief angeht, muss ich Ihnen mitteilen, dass dieser nicht gedruckt werden kann, weil er aus unserer Sicht eine zu starke persönliche Färbung hat. Sie haben natürlich Recht mit Ihrem Hinweis auf das extreme Auseinanderklaffen mickriger Guthabenzinsen und horrender Überziehungszinsen. Das ist aber nach meiner Kenntnis keine Spezialität der VR Bank Dinkelsbühl, sondern gängige Praxis in allen Geldhäusern.

Ich hoffe auf Ihr Verständnis,

Mit besten Grüßen

Jürgen Binder

 

Nun wurde also auch meine Leserzuschrift zur „Vertreterversammlung“ verweigert. 

Herr Binder meint, die Zinsspanne sei keine Spezialität der VR Bank Dinkelsbühl, sondern gängige Praxis in allen Geldhäusern. Da hat er sicherlich nicht ganz Unrecht (doch die Überziehungszinsen variieren von Bank zu Bank. Auch das in der FLZ regelmäßig veröffentlichte Zinsbarometer macht das nur allzu deutlich. Demnach liegen die Überziehungszinsen der VR Bank Dinkelsbühl im oberen Bereich). Aber: im Bericht der FLZ werden keine gängigen Praktiken aller Geldhäuser beschrieben, der Bericht behandelt einzig und sehr ausführlich die Vertreterversammlung der VR Bank Dinkelsbühl! Herr Dr. Christoph Glenk wird in diesem Beitrag zitiert: „Das historisch niedrige Zinsniveau auf der Einlagenseite lasse weder beim Kunden Freude aufkommen noch ermögliche es für die Bank eine rentable Zinsspanne“. Aussagen dieser Qualität provozieren geradezu einen Leserbrief!

 

01.07.2013

 

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FLZ-Bericht vom 18.05.13 zum Sponsoring Kindergarten der VR Bank Dinkelsbühl

 

Zwischen dem redaktionellen Beitrag der FLZ zur Vertreterversammlung der Bank und dem neuen redaktionellen Beitrag zum Sponsoring der Bank liegen ganze 3 Tage (!)

Dieser neue Bericht incl. Foto befasste sich mit der Finanzierung von 30 flexibel einsetzbaren Bänke für die Katholische Kindertagesstätte St. Georg. Je zur Hälfte wurden diese Bänke von der VR Bank Dinkelsbühl und einer Stiftung finanziert. 

Frau Renate Fischbach, die Kindergartenbeauftragte der Katholischen Kirchenstiftung, stellte dem Bericht nach fest „ohne Sponsoren wären viele notwendige Austattungsgegenstände nicht mehr finanzierbar“. Vorstandsvorsitzender Dr. Christoph Glenk ergänzte: „dass sich der Staat immer weiter aus vielen Bereichen zurückziehe. Die so entstandenen Löcher zu stopfen sei nicht einfach. Wünschenswert wäre jedoch, dass der Staat die Kindertagesstätten noch besser unterstützen würde.“

 

Von dieser neuen Berichterstattung regelrecht angewidert schrieb ich erneut einen Leserbrief an die FLZ-Redaktion Dinkelsbühl:

 

VR Bank Dinkelsbühl finanziert Bänke für die Kindertagesstätte St. Georg – Bericht vom 18.05.13

 

Frau Fischbachs Aussage, viele notwendige Ausstattungsgegenstände für Kitas wären ohne Sponsoring nicht mehr finanzierbar, stimmt mich nachdenklich!

Dr. Christoph Glenk, Vorstandsvorsitzender der VR Bank Dinkelsbühl und Sponsor, kritisiert völlig zu Recht, der Staat ziehe sich immer weiter aus vielen Bereichen zurück. Ich sehe hier ebenfalls den Staat in Verantwortung - zahlen Frau Christl Beck (Erzieherin), Frau Renate Fischbach und die Eltern der abgebildeten 16 Kinder doch Steuern an den Staat und nicht an die VR Bank Dinkelsbühl!

Könnte es sein, dass ein infolge milliardenschwerer Bankenrettungspakete geschwächter Staat nicht mehr handlungsfähig ist, dass ein solcher Staat Verpflichtungen gegenüber seinen Bürgern nur noch in unzureichendem Maße erfüllen kann? Alleine für die Sanierung der Pleitebank HRE flossen zweistellige Milliardenbeträge aus Steuergeldern. Kreditgeber der HRE, darunter auch Genossenschaftsbanken, mussten für ihre Fehlinvestitionen also nicht haften, wurden vom Steuerzahler freigekauft! Ich gehe davon aus, man hätte mit diesen nun fehlenden Milliarden ALLE Kitas zeitgemäß ausstatten können. Damit wäre ausgeschlossen, dass ein einzelner Kindergarten willkürlich vom Genossenschaftsbanker Dr. Glenk für Sponsoring auserwählt wird.

Bedenken wir eines: die VR Bank Dinkelsbühl ist ein Finanzunternehmen – kein Wohlfahrtsverein! Sponsoring statt Anzeigenschaltung dient der Bank als legitimes Marketinginstrument zur Imagepflege.

Man kann durchaus so weit gehen und sagen, der Kindergarten St. Georg wurde von Dr. Christoph Glenk für Marketingzwecke instrumentalisiert. Natürlich gönne ich den Kindern die Bänke.

Herbert Richter, Dinkelsbühl

 

Auch diese Leserzuschrift wurde mir verweigert. Redaktionsleiter Jürgen Binder antwortete mir wie folgt:

 

Sehr geehrter Herr Richter,

Die Fränkische Landeszeitung bietet Lesern umfassende Möglichkeiten der Meinungsäußerung zu veröffentlichten Inhalten. Ein Leserbrief darf gerne auch konstruktiv kritisch formuliert sein. Wenn allerdings, wie in Ihrem Fall, ganz offensichtlich persönliche Animositäten der Beweggrund für einen Veröffentlichungswunsch sind, dann sehen wir uns nicht verpflichtet, dafür ein Forum zu bieten. In Abstimmung mit der Chefredaktion muss ich Ihnen daher mitteilen, dass wir keinen Ihrer Leserbriefe abdrucken werden.

Mit besten Grüßen,

Jürgen Binder

 

 

Spätestens jetzt kamen mir ganz massive Zweifel auf. Zweifel dahingehend, ob diese Form von  Journalismus (?) noch mit „dem journalistischen Auftrag“ irgendwie vereinbar ist oder ob hier „Aufträge“ ganz anderer Art abgearbeitet werden?

Besonders dieser Sponsoring-Artikel zeigt nochmals überdeutlich auf, worum es bei der Berichterstattung geht: einzig um die VR Bank Dinkelsbühl! Eigentlich sollte man ja meinen, die Katholische Kindertagesstätte St. Georg steht hier im Mittelpunkt der Berichterstattung! Nein, im Artikel werden einzig 3 Wörter in Fettdruck hervorgehoben: „VR Bank Dinkelsbühl“. Folgende Fragen dürfen gestellt werden: wird hier nicht ein sonderbares Spiel unter tatkräftiger Mithilfe der örtlichen Presse gespielt? Werden hier nicht unschuldige Kinder als Spielfiguren auf eine gewisse Art missbraucht? Einzig für Marketingzwecke und Öffentlichkeitsarbeit dieser Bank? 

 

Im Wikipedia-Artikel zur Fränkischen Landeszeitung liest man: „Die FLZ ist politisch eher dem konservativen Spektrum zuzurechnen“. Was ist das „konservativ“? Ist es etwa „konservativ“, dass unsere (?) lokalen Journalisten es einfach so als gegeben hinnehmen, dass  „viele notwendige Ausstattungsgegenstände für Kitas ohne Sponsoring nicht mehr finanzierbar wären“? Ist es etwa „konservativ“, dass unsere (?) lokalen Journalisten die „kritische“ Aussage von Herrn Dr. Christoph Glenk  „der Staat ziehe sich immer weiter aus vielen Bereichen zurück“ nicht einmal ansatzweise hinterfragen? Eine solche Aussage ausgerechnet von einem Banker......

Aber vermutlich kann man von „konservativen“ Journalisten der FLZ auch nur diese Form von „Journalismus“ erwarten. Letztendlich wäre diese Art von Journalismus auch nur konsequent – schließlich berichtet die FLZ ja auch zunehmend über die „Staatsschuldenkrise“ oder „Eurokrise“. Mehr und mehr verweigert sich also auch dieses Blatt einer objektiven Berichterstattung. Immer mehr wird nach meiner Feststellung auch in dieser Tageszeitung ignoriert, dass am Anfang der desaströsen Kette eine Finanzkrise stand – Finanzmärkte und Banken sind diejenigen, die uns das ganze Übel eingebrockt haben (vorausgegangen sind sicherlich politische Entscheidungen der Deregulierung bis hin zur  „marktkonformen Demokratie“). Die Belastungen der Haushalte zur Rettung „notleidender“ Banken werden jedoch zunehmend ausgeklammert. Stattdessen wird die notleidende Kindertagesstätte als gegeben akzeptiert. Nein! Diese Berichterstattung - gerade auch in Hinblick auf die Aussagen von Herrn Dr. Christoph Glenk - ist nicht „konservativ“.  Aus meiner Sicht handelt es sich hierbei um einen ideologisch verblendeten Journalismus. Diese Art von neoliberaler Meinungs-Monokultur empfinde ich persönlich als einzige Beleidigung!

 

02.07.2013

 

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Preisanfrage Anzeige – Ebenfalls durch die FLZ boykottiert

 

Fassen wir zusammen:

 

Ursprünglich bat ich die FLZ Dinkelsbühl nur darum, eine aus meiner Sicht unrealistische Angabe (zur Steuerlast der Bank) zu überprüfen und um Korrektur.

Dies wurde von Herrn Jürgen Binder abgelehnt, denn: „von Seiten der Bank ist kein Hinweis auf eine fehlerhafte Darstellung in dem Artikel eingegangen“.

 

Ein erster Leserbrief zur Vertreterversammlung der VR Bank wurde von Herrn Jürgen Binder abgelehnt.

 

Ein zweiter Leserbrief zur „Rettung“ der Kindertagesstätte St. Georg wurde von Herrn Jürgen Binder abgelehnt.

 

Nun blieb mir nur noch ein letztmöglicher Versuch der Meinungsäußerung: eine kostenpflichtige Anzeige in der FLZ! Beide Leserbriefe wurden von mir zusammen mit einer Erklärung / Einleitung als Anzeige formuliert. So erfragte ich die Preise für Veröffentlichung in den Regionalteilen „Dinkelsbühl-Feuchtwangen“ und „Westmittelfranken“ 

 

Diese Preisanfrage wurde von der FLZ Dinkelsbühl ignoriert. Eine Erinnerung zu dieser Preisanfrage wurde von der FLZ Dinkelsbühl ignoriert.

 

Die freie Meinungsäußerung (selbst als kostenpflichtige Anzeige) war mir vom Monopolisten „Fränkische Landeszeitung“ somit endgültig verwehrt. Ein wesentlicher Teil des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland war für Herbert Richter nicht mehr existent!

Nehmen wir das zur Kenntnis! 

 

Was will der Monopolist „Fränkische Landeszeitung“ mit dieser Form der Willkür erreichen?

 

Welche Dinkelsbühler „Kreise“ ziehen einen Nutzen aus dieser Willkür?

 

03.07.2013

 

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FLZ-Bericht vom 17.06.13: „Aus der Wirtschaft – Forum für Kunst-O-Nauten“

 

Im Bericht, eingeordnet unter der Rubrik „Aus der Wirtschaft“ (hääh? Kunst = Wirtschaft?) wird darüber informiert, dass die „Kunst-O-Nauten“ gelandet sind. Und zwar in den Räumen der VR Bank Dinkelsbühl. Dort wurde eine Ausstellung mit Bildern jener 10 Künstlerinnen und Künstler eröffnet. Bank-Vorstandsmitglied Fabian Neitzel dankte den Künstlern für ihr kreatives Engagement. „Kunst kommt von Können“, betonte er. Weiter heißt es im Bericht, dass die Kunstszene in Dinkelsbühl eine große Tradition habe. Schade nur, dass darüber in der lokalen Presse nichts zu lesen ist. Soweit ich mich erinnere, war nur einmal – als der Kunst-O-Mat im Spitalhof platziert wurde – über das sympathische Projekt in der FLZ zu lesen. Die „Kunst-O-Nauten“ waren also niemals wirklich weg, sie waren immer da!

 

Doch erst jetzt wurden sie von Herrn Jürgen Binder (wieder)entdeckt: natürlich beim Landeanflug auf die VR Bank Dinkelsbühl, konzentriert sich die Luftraumüberwachung der FLZ doch vorrangig auf die Gebiete Luitpoldstraße 14 sowie Weinmarkt 14. 

 

Ich gehe nun zwar davon aus, dass die 10 Künstlerinnen und Künstler weitaus weniger von einer "Mediengeilheit“ getrieben sind als einige wenige Dinkelsbühler „Persönlichkeiten“. Sollten die „Kunst-O-Nauten“ allerdings mehr Medienpräsenz wünschen, so wäre es vielleicht hilfreich den Kunst-O-Maten im Spitalhof abzubauen. Als neue Standorte empfehlen sich die Vorräume der VR Bank Dinkelsbühl in monatlichen Wechseln zwischen den Räumlichkeiten Luitpoldstraße und Weinmarkt. Ein gut eingespieltes Trio würde  sicherlich für monatliche Berichterstattung sorgen? Es tut sich was im Luftraum!

 

Herr Fabian Neitzel hat Recht: „Kunst kommt von Können“.......  

 

04.07.2013  

 

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Mögliche Botschaft / Auswirkung der Berichterstattung

 

Um auf den Bericht zur Vertreterversammlung zurückzukommen:

 

wie bereits erwähnt, handelte es sich bei der Vertreterversammlung der VR Bank Dinkelsbühl um eine mehr oder weniger geschlossenen Veranstaltung. Wenn Herr Dr. Christoph Glenk meint, er müsse auf seiner eigenen (geschlossenen) Veranstaltung gegen „Großbanken“ wettern, dann ist das absolut kein Problem. Er kann dort im Kreise „seiner“ Leute jederzeit Bashing jeglicher Art betreiben. Völlig legitim! Wenn er eine kostenpflichtige Anzeige mit solchen Inhalten in der FLZ platziert, dann ist das auch überhaupt kein Problem. Doch was ist, wenn die örtliche Zeitung in einem redaktionellen Artikel das Bashing über „böse Großbanken“ ohne Eigenrecherchen kritiklos übernimmt? Welche Botschaften könnten dann in den nachfolgenden Aussagen stecken:  „Während die Großbanken mit Milliardenbeträgen unterstützt würden und ungehindert einen ruinösen Wettkampf um Marktanteile führten, hätten die Regionalbanken auf dem Lande die Folgen zu tragen. Man fühle sich überreguliert und habe den Eindruck, dass in der Regierung der politische Überblick verloren gehe“. Oder: „Im Gegensatz zu Großbanken, von denen einige in Deutschland keine Steuern mehr zahlten, habe die VR Bank Dinkelsbühl rund 4 Millionen Euro Steuern an Kommune und Landkreis abgeführt". Erfolgt hier nicht eine Art der Manipulation der FLZ-Leser? Ein „normaler“ Leser, der sich nicht täglich mit Wirtschaftsthemen auseinandersetzen will (oder seine Informationen einzig aus der „konservativen“ FLZ bezieht), müsste doch zwangsläufig den folgenden Eindruck gewinnen: die „Großbanken“ sind „böse“ und „asozial“, werden sie doch mit Milliardenbeträgen unterstützt. Ja, sie sind gar im doppelten Sinne „asozial“, zahlen einige von ihnen doch auch keine Steuern mehr in Deutschland. Als Gegenpol haben wir auch in Dinkelsbühl eine „gute“ Regionalbank. Diese „Gutbank“ ist bedauerlicherweise ein „armes Opfer“ der „bösen Großbanken“. Doch nicht nur das! Die „Gutbank“ wird nicht nur von „bösen Großbanken“ terrorisiert – sie wird regelrecht in die Zange genommen: denn da ist auch noch eine „böse“ Politik. Eine Regierung „der der politische Überblick verloren gehe“.  Ach: arme, gute Regionalbank....man muss mit dir „armen Opfer“ ein hohes Maß an Mitgefühl haben. Sollte ich als Leser der „Fränkischen Landeszeitung“ etwa meine Bankbeziehungen überdenken? Vielleicht sogar weg von der „bösen Großbank“ hin zum „armen Opfer“: der „Gutbank“? 

 

Gilt nun nur noch zu klären: was sind das für „böse“ Großbanken?

In Deutschland sind das nachfolgende Institute: „Deutsche Bank“, „Commerzbank“, „HypoVereinsbank“ und „Deutsche Postbank“.

Doch eine wesentliche Frage bleibt offen: welche der genannten Großbanken sind „nur böse“, welche sind gar „sehr böse“? In einem Punkt besteht absolute Klarheit: gemäß Aussage Dr. Christoph Glenk werden alle vier Banken mit Milliardenbeträgen unterstützt. Ebenso steht gem. Herrn Dr. Christoph Glenk fest: alle 4 Banken führen ungehindert einen ruinösen Wettkampf um Marktanteile. Doch welche Banken zahlen in Deutschland keine Steuern mehr? Herr Binder: spannende Recherchearbeit......!?

 

Bedenkt man nun, dass es gerade die vier „bösen“ Großbanken sind, die noch in den „Nürnberger Nachrichten“ kostenpflichtig inserieren, so wirkt das ganze „Theater“ geradezu grotesk. Für die Zeitung aus unternehmerischer Sicht gar kontraproduktiv!

 

05.07.2013

 

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Recherche bzw. Unterlassung von Recherche

 

Recherche ist möglich und wichtig – verweigert sich der Berufsjournalist, so recherchiert eben der Hobby- und Feierabendschreiberling:

 

„Gute“, „kleine“ Regionalbank – „böse“ Großbank:

Die DZ Bank AG (= Zentralinstitut des genossenschaftlichen Finanzsektors) gilt als viertgrößtes deutsches Kreditinstitut (Wikipedia). Hinter der „guten“, „kleinen“ Regionalbank steckt also ebenfalls ein Großkonzern.

Die Idee der „kleinen“, „niedlichen“ Regionalbank greift somit kaum. Es sei denn, man betrachtet eine Filiale der HypoVereinsbank oder der Postbank ebenso als Regionalbank. Stimmt ja gewissermaßen auch – sie haben ja auch Kunden aus der entsprechenden Region / Stadt. Doch sie werden völlig zu Recht als Filialbanken einer

Großbank wahrgenommen. Bei den VR-Banken sieht man das anders. Warum ist das so? Könnte die inflationäre und nur wohlwollende Gratis-Berichterstattung, gerade auch der FLZ, zu diesem Zerrbild beitragen? Falls ja: diskriminiert ein solcher Kampagnenjournalismus (?) nicht gleichzeitig alle anderen – auch in Dinkelsbühl ansässigen – Banken?

 

Im Gegensatz zu „bösen“ Großbanken zahlen „Gutbanken“ Steuern:

Ich will keinesfalls abstreiten, dass (Genossenschafts)Banken Steuern bezahlen. Doch wo bleibt der Blick auf die Rückseite der Medaille: Steuerverhinderung (Sorry! Man nennt das inzwischen „Steueroptimierung“). 

Mutige und kompetente Wirtschaftsjournalisten könnten die Steuerlast einzelnen Banken (+), den Steuerverhinderungen (-) dieser Banken in etwa gegenüberstellen. Das ist angesichts der gewollten Intransparenz sicherlich sehr schwierig – doch es könnte zumindest versucht werden.

 

Recherchiert man auf der Homepage der DZ Privatbank (= Private Banking Partner der Volks- und Raiffeisenbanken), so erfährt man dort folgendes: „anspruchsvolle, vermögende Privatkunden“ lockt man mit

eigenen Tochterunternehmen in Luxemburg, Singapur und Zürich. Die Homepage wirbt ungeniert für steuerliche Besserstellung und Kreativität: „kreative“ Fondslösungen, „steuergünstiges Umfeld“, „liberale Rahmenbedingungen“, „Offenheit“, "wettbewerbsfähige Steuergesetze", "innovationsfreundliche Gesetzgebung", "im Gesetz verankertes Bankgeheimnis" usw.

 

Besonders interessant in diesem Zusammenhang: ein redaktioneller Beitrag der „WochenZeitung“ Dinkelsbühl vom 23.03.13. Wichtigster Inhalt grob zusammengefasst und von mir kommentiert:

 

Die „DZ Privatbank“ erhielt von einem Verlag eine Auszeichnung für ihre hervorragende Arbeit. Im Bericht der „WochenZeitung“ wurde die „DZ Privatbank“ als „eine Zentralbank der Volksbanken Raiffeisenbanken, eine Spezialeinrichtung für Anlagen hochwertiger Art“ beschrieben. Eine (bewusst?) schwammige Formulierung, wie ich meine. Doch die Homepage der Bank gibt gerne Auskunft über die Geschäftsphilosophie (siehe oben). Zwei Manager der Zentralbank gingen also auf PR-Tour. Diese Selbstbeweihräucherungs-Tour führte beide Herren auch in die Filiale des Partners VR Bank Dinkelsbühl. Auch VR Bank-Vorstand Dr. Christoph Glenk freute sich über die Auszeichnung: „Wir wollen unserer Linie treu bleiben, die DZ Bank ist ein Partner, auf den man sich verlassen kann.“ 

Ja: der gleiche Dr. Christoph Glenk der im Beisein von 16 Kindern der Kindertagesstätte St. Georg bedauerte „dass sich der Staat immer weiter aus vielen Bereichen zurückziehe“......... Vielleicht lohnt nun ein kurzer Moment des Nachdenkens?! 

 

Ganz allgemein – das betrifft alle Banken – muss die Frage lauten: Was ist eine Steuerbelastung einer Bank in Höhe von meinetwegen 6 Mio Euro wert, wenn sie gleichzeitig vermögende Kunden kompetent bei der

„Steueroptimierung“ „berät“? Was ist eine Steuerbelastung in Höhe von 6 Mio Euro wert, wenn die gleiche Bank gleichzeitig vielleicht 7.5 Mio an Steuereinnahmen verhindert? 

 

„Böse“ Großbanken werden mit Milliardenbeträgen unterstützt – Genossenschaftsbanken etwa nicht?:

Im Artikel „Die Geretteten“ (Tagesspiegel – Harald Schumann) erfahren wir folgendes: 

Für die Sanierung der Pleitebank HRE fließen zweistellige Milliardensummen aus Steuergeldern. Kreditgeber werden also auf Staatskosten freigekauft. In der Liste der Geretteten finden sich unter anderem:

 

DZ Bank AG, Frankfurt 471 Mio Euro

Genossenschaftsbanken 1084 Mio Euro

 

Auch ein weiterer Artikel im Tagesspiegel, „Profiteure von Irlands Bankenrettung“, ist lesenswert: Die mit 30 Milliarden Euro gestützte Anglo Irish Bank musste alle Gläubiger auszahlen. Darunter waren:

 

Union Investment Institutional GmbH (D) (= Genossenschaftlicher Finanzverbund)

Union Investment Privatfonds GmbH (D)  (= Genossenschaftlicher Finanzverbund)

WGZ Bank (Luxemburg/D) (= Genossenschaftlicher Finanzverbund)

 

Im Falle der Anglo Irish Bank wurden also ebenfalls Fehlinvestitionen der Genossenschaftsbanker von Steuerzahlern übernommen. Entgegen der HRE-Rettung trieb es hier die irischen Staatsschulden in die Höhe!

Wir müssen bedenken, dass es sich hierbei nur um zwei Einzelfälle handelt, bei denen es dem engagierten Journalisten Schumann gelungen ist, trotz aller Verhinderungsversuche etwas Licht in die erwünschte Nacht zu

bringen. Bedenken wir: wie viele weitere Banken wurden inzwischen gerettet? An wie vielen dieser Banken waren ebenfalls Genossenschaftsbanken beteiligt? Bei wie vielen Bankenrettungen auf Kosten der Steuerzahler wurden diese also zusätzlich freigekauft? 

 

Absolut empfehlenswert ist der Film „Staatsgeheimnis Bankenrettung“, abrufbar auf ARTE.

 

Weitere Recherchen zu den „guten“ Genossenschaftsbanken:

Gemäß Berichterstattung durch „Bloomberg“ empfiehlt die DZ Bank (= Zentralinstitut der Genossenschaftsbanken) spekulative Kreditausfallversicherungen auf die Pleite Deutschlands (Spekulation gegen Deutschland!). Investoren sollten dazu Credit Default Swaps auf Bundesanleihen kaufen. Diese umstrittenen Derivate (Massenvernichtungswaffen) können genutzt werden, um Staaten in die Insolvenz zu treiben!

 

Bedenkt man, dass sowohl DZ-Bank als auch Union Investment weiterhin Fonds mit Preiswetten auf Nahrungsmitteln anbieten, so sollte das Saubermann-Image der Genossenschaftsbanken zusätzlich hinterfragt

werden! AKTUALISIERUNG: Gem. Handelsblatt vom 27.05.13 wollen DZ Bank und Union Investment „mangels Kundeninteresse“ keine neuen Produkte auf Agrarrohstoffe auflegen. Die Bank will Wertpapiere auf Basis von Agrarrohstoffen 2013 auslaufen lassen. Union Investment hält noch an Fonds mit Laufzeit bis 2017 fest. Natürlich erfreulich, doch was bleibt ihnen auch anderes übrig „mangels Kundeninteresse“! Von einer Distanz aus ethischen Gründen also keine Spur. Man verkauft den Dreck nur deshalb nicht mehr, weil sich keine Kunden mehr finden lassen!

 

Jedenfalls ein schöner Erfolg von „Foodwatch“ und anderen Aktivisten!

 

06.07.2013

 

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Finanzierung der FLZ – (Quer)Subventionierung einzelner einflussreicher „Schätzchen“!?

 

Zeitungen finanzieren sich über Einnahmen. Zum einem über den Verkauf der Zeitung (Einzelverkauf / Abonnement), zum anderen über Anzeigen.

Im Abo kostet die FLZ derzeit 29,80 Euro / Monat. Das sind immerhin 357,60 Euro im Jahr.

Eine geschäftliche Anzeige in der Gesamtausgabe der FLZ kostet derzeit 8204.40 Euro (= Grundpreis für eine Seite).

Die FLZ verdankt ihre Existenz einzig ihren Lesern und Anzeigenkunden.

Gerade auch um Anzeigenkunden wird sich umfangreich bemüht. So wurde in der FLZ-Ausgabe vom 17. Juni 2013 auf ein aktuelles Sonderthema „Auto aktuell“ hingewiesen. Man möchte mit diesem Hinweis alle Autohändler motivieren, doch eine kostenpflichtige Anzeige in der FLZ zu schalten.

Wir müssen immer eines bedenken: bei der FLZ handelt es sich um einen Monopolisten. Auf regionaler Ebene gibt es keinen echten Mitbewerber. Deshalb sollte der Anzeigenverkauf dieser Zeitung unter erleichterten Bedingungen erfolgen.

Und die Anzeigenschaltung funktioniert. Ich entdecke in jeder FLZ-Ausgabe zahlreiche Anzeigen. Es fällt auf, dass es viele treue Anzeigenkunden gibt, die regelmäßig in diesem Medium inserieren. Es handelt sich dabei um Gewerbetreibende aus allen möglichen Branchen.

 

Doch leider fällt ebenso auf, dass das Modell der kostenpflichtigen Anzeige kein durchgehendes, allgemeinverbindliches Verfahren ist. Während die große Masse der „gewöhnlichen“ Anzeigenkunden für Anzeigen in dieser Zeitung abkassiert wird (Preise siehe oben), erfolgt für ganz wenige einflussreiche örtliche Unternehmen massive kostenlose Propaganda durch die FLZ. Es gilt zu hinterfragen: welcher Motivation liegt diese Selektion zugrunde?  Über die Motivation solcher Begünstigung kann nur spekuliert werden. Naheliegend wären Begünstigungen als „Freundschaftsdienst“. Doch bedenken wir: „Freundschaftsdienste“ dieser Art würden die Masse aller „gewöhnlichen“ Anzeigenkunden klar diskriminieren. Anzeigenkunden, die die Existenz der FLZ erst ermöglichen. Ob diese große Masse der Anzeigenkunden erfreut ist, die kostenlose Berichterstattung einzelner „elitärer“ Kreise mitzufinanzieren? Diese Praktik stellt doch nichts anderes als eine (Quer)Subventionierung einzelner Unternehmen dar: Die Masse der „gewöhnlichen“ Anzeigenkunden zahlt für ihre Anzeigen mehr, damit ein einflussreiches „Schätzchen“ überhaupt nichts für die Vielzahl seiner Anzeigen bezahlen braucht!

 

Ich lese die „FLZ“ täglich und seit vielen Jahren (um an qualitativ hochwertige, recherchierte und unabhängige Informationen zu gelangen, nutze ich inzwischen auch andere Medien).

Ich muss hier ganz klar ansprechen: nur einem massiv Sehbehinderten kann entgehen, dass die kostenlosen PR-Artikel zur VR Bank Dinkelsbühl geradezu explosionsartig zugenommen haben. Gäbe es ein Ranking zur kostenlosen Lobbyarbeit der Fränkischen Landeszeitung, so läge die Berichterstattung über diese Bank uneinholbar an erster Stelle.

Weit, weit abgeschlagen käme dann vermutlich die Berichterstattung über eine weitere Bank: der Sparkasse Dinkelsbühl.

 

Exemplarisch für alle „gewöhnlichen“ kostenpflichtigen  Anzeigen: eine Anzeige vom 20. Juni 2013 der Firma Pan-Plast. Pan-Plast feiert sein 25-jähriges Bestehen mit einem Tag der offenen Tür. Pan-Plast informiert die Bürger mit einer Anzeige in der FLZ. Diese kostenpflichtige Anzeige führt zu folgendem Effekt: sie belastet den Werbeetat der Firma und spült gleichzeitig Einnahmen auf das Konto der Fränkischen Landeszeitung. Aus diesen Einnahmen lassen sich die Gehälter der FLZ- Mitarbeiter finanzieren. Völlig korrekt – keinerlei Beanstandungen.

 

Doch muss nun nicht zwingend hinterfragt werden: was haben die Geschäftsführer der Firma Pan-Plast denn „verbrochen“, dass sie im Gegensatz zu den Geschäftsführern der VR Bank Dinkelsbühl so derart ungleich behandelt werden? Warum diese offensichtliche Form der Diskriminierung / Willkür durch die Verantwortlichen der Zeitung?

Diese Zeitung lässt keine Gelegenheit aus, wohlwollend und kritiklos Gratispropaganda für die VR Bank Dinkelsbühl zu übernehmen. Zu jeder noch so kleinen Selbstbeweihräucherungsaktion (Almosenverteilung hier – Armenspeisung dort) der Herren Dr. Christoph Glenk & Fabian Neitzel eilen Mitarbeiter der FLZ! Wer bezahlt diese Mitarbeiter? Abonnenten, Pan-Plast und all die vielen anderen „gewöhnlichen“ Anzeigenkunden bzw. Geldesel!

Was soll Ziel dieser bewusst einseitigen und verzerrten Berichterstattung sein? Soll die FLZ-lesende Öffentlichkeit diese Bank nicht mehr als Finanzinstitut ansehen, sondern als Wohltätigkeitsverein?

 

Ist Herr Jürgen Binder in der Lage zu begreifen, dass diese Bank KEIN Wohlfahrtsverein ist? Hält es irgendwer für möglich, dass hinter dem sozialen Engagement dieser Bank möglicherweise eine ausgeklügelte Strategie der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit / PR der DZ Bank (= Zentralbank der Genossenschaftsbanken) steckt?

Werbefachleute und Mathematiker errechnen einen höheren (Image)Nutzen für die Niederlassungen, wenn man statt herkömmlicher Anzeigenwerbung auf Sponsoring setzt. Wäre es vielleicht sogar möglich, dass diese Form der Werbung den Werbeetat der einzelnen Genossenschaftsbanken weniger stark belastet, als regelmäßige Anzeigenschaltung (beispielsweise in der FLZ)? Worin liegt der Nutzen für die Zeitung? Warum lässt sie sich von dieser Bank wieder und wieder für kostenlose Propaganda missbrauchen?

 

Legt man oben genannte Anzeigenpreise der FLZ zugrunde, so halte ich es für sehr wahrscheinlich, dass die Marketingabteilung der VR Bank Dinkelsbühl einen hervorragenden Job macht. Drei umfangreiche Werbeanzeigen in der Größe der Artikel „Vertreterversammlung“, „Sponsoring Kita St. Georg“ und „Kunst-O-Nauten“ ergeben gem. Anzeigenpreisliste der FLZ deutlich höhere Kosten als die Marketing- und Imageaktion „Sponsoring Kindertagesstätte“ in Höhe von 1500 Euro! Hinzu kommt eines: ist ein Imagegewinn aus Sponsoring nicht deutlich höher zu bewerten als eine „normale“ Anzeige? Können sich die Vorstände beim Sponsoring doch hervorragend als „neuzeitliche Kinderloren“ Dinkelsbühls inszenieren (beispielsweise mit der Aussage: „der Staat ziehe sich immer weiter aus vielen Bereichen zurück. Die so entstandenen Löcher zu stopfen sei nicht einfach“).

Herkömmliche Anzeigenwerbung dagegen ist nicht so wirksam, entsteht beim Leser doch eher der Eindruck: ach, die wollen mir doch bloß ihre Fonds verkaufen...!

Also nochmals, mein großes Kompliment: eine Meisterleistung in Sachen Lobbyismus / Öffentlichkeitsarbeit / Marketing der Genossenschaftsbank! Die Meisterleistung wäre allerdings ohne Komplize FLZ nicht möglich! Insofern gilt es zu relativieren!

 

Doch Praktiken dieser Art eröffnen große Chancen. Chancen für alle „gewöhnlichen“ Unternehmen bzw. Geldesel in Dinkelsbühl und darüber hinaus!

Jedes Unternehmen, das bisher auf traditionelle Anzeigenwerbung in der FLZ gesetzt hatte, sollte hellhörig werden! Warum nicht das erfolgreiche Marketingkonzept der VR Bank kopieren? Das soll heißen: Autohaus A: Sponsoring von 15 Luftmatratzen im Wert von 450,-- Euro für das Wörnitzstrandbad, statt die geplante Anzeige im Wert von 1050,-- Euro. Mitarbeiter der FLZ kommen im Eilschritt und berichten gratis über die Sponsoringaktion.

Schreibwarengeschäft B: Wozu noch die teure Werbeanzeige zum Schulanfang? Wäre es nicht weitaus günstiger den Klassen 4a und 5b einige Kartons Lutschbonbons zu überreichen (ärgerlich für die Klassen 4b, 4c und 5a, die gehen nämlich leer aus – doch so ist das halt, es werden ja auch nicht alle Kindertagesstätten  ausreichend finanziert bzw. gesponsert)? Mitarbeiter der FLZ kommen im Eilschritt und berichten gratis über die Übergabe des Schleckzeugs.

Parfümerie C: Warum weiterhin auf Kostentreiber Anzeige setzten? Warum nicht monatlich die regionalen

öffentlichen Toiletten mit feinen Duftstoffen bestücken, das tut's doch auch! Immerhin 12 x Gratiswerbung in Form von redaktionellen Beiträgen der FLZ.  Mitarbeiter der FLZ berichten ganz sicher über die Duftwunder. Und die eingesparten Werbekosten können anderweitig verwendet werden.

Prima, das Leben ist schön! Gratiswerbung für ALLE..... 

 

Gut vorstellbar, dass dieser unternehmerische (?) Wandel unsere lokale Presse in die Insolvenz treibt. Aber liegen darin nicht auch Chancen für die Region? Die Chance auf (unabhängigen) Journalismus?!?

 

07.07.2013

 

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Fazit

 

Die Bundesrepublik Deutschland garantiert seinen Bürgern die Meinungsfreiheit durch das Grundgesetz. So kann man nachlesen: „Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten“.

 

Meinungs- und Pressefreiheit ist Voraussetzung dafür, dass Demokratie funktioniert. Das Grundrecht der Meinungs- und Pressefreiheit wird dann grundlos, wenn dieser Grundsatz nicht mehr geachtet wird.

 

Meinungsfreiheit geht vor möglichen Seilschaften – Meinungsfreiheit geht vor bewusst oder unbewusst vorgenommener Gehirnwäsche!

 

Ich wäre ein schlechter Demokrat, würde ich die beschriebene Willkür der Fränkischen Landeszeitung einfach so hinnehmen! Deshalb dieser Blog als demokratische Selbst- bzw. Nothilfe!

 

Es gilt nun zu klären: ist meine Reaktion eine Art „Überreaktion“?

Angesichts der Tatsache, dass mir Verantwortliche eines regionalen Zeitungsmonopolisten ein Grundrecht absprechen, glaube ich das nicht!

Um an Klarheit zu gelangen könnte es Sinn machen, beispielsweise Kontakt zu kritischen Journalistenvereinigungen aufzunehmen. Sollten Experten meiner Argumentation in weiten Teilen folgen, so habe ich mit diesem Blog möglicherweise etwas angestoßen, wovon die Region Dinkelsbühl / Feuchtwangen profitieren könnte.

 

Es gilt also zu klären:

Handelt es sich bei dieser Art von Journalismus bereits um eine Form des korrupten Journalismus? Mögliche Korruption beginnt aus meiner Sicht nicht erst dort, wo Gelder bzw. andere Begünstigungen fließen (Stichwort "Freundschaftsdienst")!

Besonders perfide wäre, wenn ein möglicher Freundschaftsdeal nicht bei einseitiger Berichterstattung im Interesse der Lobbyisten enden würde, sondern wenn er gleichzeitig die Unterbindung kritischer Gegenstimmen umfassen würde! Diese Art von „Journalismus“ - Berichterstattung als Gehirnwäsche, einzig auf Interessen von Lobbyisten ausgerichtet sowie Zensur im Interesse dieser Lobbyisten – hätte aus meiner Sicht mit Journalismus innerhalb eines freiheitlich, demokratischen Rechtsstaats nichts zu tun!

Er würde der Region schaden, im Grunde genommen einen ganzen Berufsstand beleidigen (dem des Journalisten) und an finstere, überwunden geglaubte Kapitel deutscher Geschichte erinnern! Die FLZ hat in unserer Region eine Monopolstellung. Wird dieses Monopol durch diese Zeitung missbraucht?

 

08.07.2013